Google-Bewertungen sammeln: 7 Wege, die funktionieren und erlaubt sind.
Kurz gesagt
Bitte alle Kunden zeitnah um eine Bewertung, mach es mit direktem Link so einfach wie möglich und antworte auf jede Rückmeldung. Nicht erlaubt sind gekaufte oder belohnte Bewertungen, selbst geschriebene Rezensionen und das gezielte Ansprechen nur zufriedener Kunden.
Bewertungen sind für lokale Unternehmen doppelt wertvoll: Sie überzeugen Interessenten und liefern Google ein Signal für Bekanntheit und Vertrauen. Sie lassen sich aber nur mit Geduld aufbauen, und es gibt klare Grenzen, die du kennen solltest.
Diese Anleitung ergänzt den Ratgeber Google Business Profile optimieren und zeigt, wie du echte Rückmeldungen einholst.
7 Wege zu mehr echten Bewertungen
1. Direkt nach dem Auftrag fragen
Der beste Zeitpunkt ist, wenn der Kunde zufrieden ist: nach der Übergabe, dem Termin oder der Lieferung. Persönlich gefragt ist die Erfolgsquote am höchsten.
2. Den direkten Link nutzen
Aus dem Google Business Profile lässt sich ein Link zum Bewertungsformular erzeugen. Je weniger Klicks, desto mehr Bewertungen.
3. QR-Code bereithalten
Ein QR-Code auf Visitenkarte, Rechnung, Theke oder Auftragsmappe führt direkt zum Formular.
4. Kurz per Nachricht erinnern
Eine freundliche E-Mail oder WhatsApp am Folgetag mit dem Link erreicht Kunden, die vor Ort keine Zeit hatten.
5. Alle Kunden gleich behandeln
Bitte jeden Kunden, nicht nur die glücklichen. Nur so entsteht ein ehrliches Gesamtbild.
6. Auf jede Bewertung antworten
Bedanke dich kurz und persönlich. Auf kritische Bewertungen antworte sachlich, biete eine Lösung an und nutze den direkten Kontakt.
7. Zur Regel machen
Verankere die Bitte im Ablauf, zum Beispiel als Punkt auf der Abschlusscheckliste. Regelmäßigkeit schlägt einzelne Aktionen.
Formulierung für die Bitte
Kurz, persönlich und ohne Druck funktioniert am besten. Zum Beispiel: „Es hat uns gefreut, für dich zu arbeiten. Wenn du zufrieden warst, würden wir uns über eine kurze Google-Bewertung freuen. Sie hilft anderen, uns zu finden. Hier ist der Link: …“
Was nicht erlaubt ist
- Bewertungen kaufen oder belohnen: Rabatte, Geschenke oder Gewinnspiele für Bewertungen verstoßen gegen die Richtlinien.
- Selbst geschriebene Bewertungen oder Bewertungen durch Mitarbeiter und Angehörige.
- Nur zufriedene Kunden ansprechen: Gezieltes Filtern („Review Gating“), sodass unzufriedene Kunden nicht zu Google gelangen, ist nach den Google-Richtlinien nicht erlaubt.
- Kritik verbieten oder unterdrücken, zum Beispiel durch Vertragsklauseln.
- Konkurrenz-Bashing durch falsche negative Bewertungen.
Verstöße können dazu führen, dass Bewertungen entfernt werden oder das Profil eingeschränkt wird. Zudem können sie wettbewerbs- und verbraucherrechtliche Folgen haben.
Umgang mit kritischen Bewertungen
- Ruhig bleiben und nie im Affekt antworten.
- Danke für die Rückmeldung und zeige, dass du das Problem ernst nimmst.
- Biete an, das Thema direkt zu klären, und nenne einen Kontaktweg.
- Falsche oder beleidigende Bewertungen kannst du über Google melden.
- Eine sachliche Antwort wirkt auf Leser oft überzeugender als eine makellose Bewertungsliste.
Bewertungen auf der Website nutzen
Echte Bewertungen gehören auch auf die Website, etwa als Auszug mit Link zum Google-Profil. Sie erhöhen Vertrauen und Abschlussquote. Achte darauf, nur echte Bewertungen zu zeigen und die Quelle zu nennen. Welche Inhalte sonst auf eine gute Seite gehören, zeigt die Checkliste Unternehmenswebsite.
